Bedeutende Beratungsgespräche

In beruflichen Veränderungsphasen ist der Bezug zu sich selbst zentral, denn er bildet das Fundament für tragfähige Entscheidungen. Ich meine damit das Bedürfnis nach Kohärenz, wie es Aaron Antonovsky beschreibt: die Übereinstimmung zwischen dem, was wir wollen, denken und tun. Gelingt uns diese innere Stimmigkeit, so verfügen wir über einen persönlichen Kompass, der uns Orientierung gibt und innere Stabilität schafft – auch dann, wenn sich das Leben im Aussen verändert. 

Das Gespräch mit meinen Klient:innen orientiert sich an drei zentralen Fragen: 

  • Was möchte ich? 
  • Wie denke ich? 
  • Was kann ich konkret tun? 

Die Bearbeitung der ersten Frage stärkt die Selbsterkenntnis, indem persönliche Motive sichtbar werden: Was treibt mich an? Was ist mir wirklich wichtig? 

Ein weiterer Schritt ist die Urteilsbildung – die Reflexion eigener Bewertungen über sich selbst und die Welt. Das schliesst auch die Unterscheidungsfähigkeit mit ein, was im eigenen Einflussbereich liegt und was nicht. 

Im Handeln zeigt sich schliesslich, was Klient:innen im Prozess erarbeitet haben: das kann ein erster, kleiner Schritt sein – im Einklang mit dem eigenen Werteverständnis.

Ich wünsche meinen Klient:innen, dass sie im Gesprächsverlauf erleben, wie sich ein Kohärenzgefühl entwickelt: Ja, dies halte ich für richtig und ich handle im Einklang damit. 

In meinen Beratungen erlebe ich, wie aus dieser Erfahrung Selbstvertrauen wächst – weil Menschen spüren: Ich kann mir selbst trauen. Gerade herausfordernde Zeiten, etwa berufliche Veränderungsphasen, dürfen wir als Einladung für diesen Prozess verstehen.

Das gemeinsame Gespräch ist dafür eine wunderbare Möglichkeit! 

Bildquelle: Weihnachtskarte, Arbeitsintegration Winterthur

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